Arbeiter-Samariter-Bund Regionalverband Leipzig e. V.
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ASB befürchtet Schwächung der ambulanten Pflege

© Jacobi/ASB

Zum Entwurf des Gesetzes zur Stärkung des Pflegepersonals kritisiert der Arbeiter-Samariter-Bund, dass die ambulante Pflege dabei leer ausgehe und fordert ein Gegensteuern des Gesetzgebers. „Wir begrüßen das Ziel des Gesetzentwurfs, den Alltag der Pflegekräfte durch eine bessere Personalausstattung zu verbessern“, erklärt Ulrich Bauch, Geschäftsführer des ASB Deutschland.

Für die ambulante Pflege könne das aber fatale Folgen haben: „Wir befürchten, dass Pflegekräfte dann vor allem in Krankenhäuser und die stationäre Pflege abwandern – und das vor dem Hintergrund des sowieso schon eklatanten Personalmangels. Der Grundsatz ‚ambulant vor stationär‘ könne so nicht umgesetzt werden.“ so Bauch.

Ursächlich hierfür seien vor allem unterschiedliche Finanzierungsstrukturen. „Wir fordern eine angemessene Bezahlung, beispielsweise durch die Anerkennung der Tarifbindung und Tarifsteigerungen in der häuslichen Krankenpflege. Nur wenn Pflegedienste ihre Mitarbeiter besser bezahlen können, bleiben sie auch als Arbeitgeber attraktiv.“

Marion Zimmermann, Geschäftsführerin des ASB Leipzig ergänzt: „Wir brauchen jetzt bessere Rahmenbedingungen für die Pflegedienste, damit die gesetzlich versprochenen Leistungen auch erbracht werden können. Der ambulante Bereich muss gerade jetzt ebenfalls gestärkt werden, da der Gesetzgeber mit den Pflegestärkungsgesetzen mehr ambulante Leistungen geschaffen hat.“

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Ausbildung von Palliative Care-Fachkräften in Sachsen

Erfolgreiche Weiterbildung zu Palliative-Care-Fachkräften im ASB-Bildungszentrum „Am Sonnenpark“ (Foto: Trute/ASB)

Der ASB in Sachsen hat sich das Ziel gesetzt, die Versorgung von Menschen in der letzten Lebensphase dauerhaft zu verbessern. Die Einführung einer palliativen Praxis in den ASB-Einrichtungen ist dabei ein wichtiger Baustein.

Von März bis Oktober 2018 wurden nun Pflegefachkräfte zu Palliative-Care-Fachkräften in einem mehrstufigen Kurs im ASB-Bildungszentrum „Am Sonnenpark“ in Leipzig weitergebildet.

Die Teilnehmenden konnten ihre vorhandenen medizinischen und pflegerischen Kenntnisse vertiefen, die insbesondere für die Begleitung von schwerstkranken und sterbenden Menschen wichtig sind. Dabei spielten auch psychologische, soziale und spirituelle Fragen und Bedürfnisse der Betroffenen und Angehörigen eine wichtige Rolle.

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Perspektivwechsel: ASB Leipzig im Dialog mit Politik

Stadträtin Nicole Bärwald-Wohlfarth (li.) mit ASB-Geschäftsführerin Marion Zimmermann

„Perspektive wechseln“ – unter diesem Motto stand der Besuch der SPD-Stadträtin Nicole Bärwald-Wohlfarth beim ASB Regionalverband Leipzig. Im Seniorenheim „Haus am Silbersee“ in Leipzig-Lößnig empfing Heimleiter Ingo Vester die Politikerin aus dem Leipziger Stadtrat. Er und sein Pflegeteam gaben Frau Bärwald-Wohlfarth interessante Einblicke, wie ein Tag im Seniorenheim gestaltet wird, welche Angebote es für die Bewohner gibt und worauf es bei den pflegerischen Handlungen ankommt – sozusagen von der Grundpflege bis zur Pflegedokumentation.

Im Gespräch mit Geschäftsführerin Marion Zimmermann wurden anschließend wichtige sozialpolitische Fragen erörtert, die aktuell auch in der Bundesregierung diskutiert werden: Wie kann der Eigenanteil für Bewohner so gestaltet werden, dass er für die Betroffenen bezahlbar bleibt? Welche Alternativen gibt es in der Pflegeversicherung, um die steigenden Kosten auch in Zukunft finanzieren zu können? Was muss sich bei der Finanzierung der ambulanten Pflege ändern? Wie können Kommunen und Träger der Einrichtungen künftig noch besser zusammenarbeiten, um die Betreuung und Versorgung älterer Menschen sicher zu stellen.

„Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter leisten wirklich großartige Arbeit trotz der schwierigen Bedingungen in der Pflege. Neben einer stärkeren Anerkennung brauchen wir in Sachsen endlich verbindliche Regelungen in der Finanzierung von stationärer und ambulanter Pflege. Auch wenn die Kommune dabei nur einen kleinen Teil beitragen kann, braucht es ein stärkeres Bewusstsein für die Bedürfnisse in der Pflege“, so Frau Bärwald-Wohlfarth.

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Wir helfen hier und jetzt.

Der ASB ist als Wohlfahrtsverband und Hilfsorganisation politisch und konfessionell ungebunden. Wir helfen allen Menschen – unabhängig von ihrer politischen, ethnischen, nationalen und religiösen Zugehörigkeit. Mehr als eine Million Menschen bundesweit unterstützen den gemeinnützigen Verein durch ihre Mitgliedschaft. Parallel zu seinen Aufgaben im Rettungsdienst – von der Notfallrettung bis zum Katastrophenschutz – engagiert sich der ASB in der Altenhilfe, der Kinder- und Jugendhilfe, den Hilfen für Menschen mit Behinderung, der Auslandshilfe sowie der Aus- und Weiterbildung Erwachsener. Wir helfen schnell und ohne Umwege allen, die unsere Unterstützung benötigen.
Website ASB-Objekt „Am Sonnenpark“