Arbeiter-Samariter-Bund Regionalverband Leipzig e. V.
  |  Kontakt  |  Sitemap |  Datenschutz  |  Impressum

Pepper zu Gast beim Leipziger Pflegesymposium

Pepper kann tanzen und verbreitet damit viel gute Laune.

Leipzig: Anlässlich des „Internationalen Tages der Pflege“ 12. Mai richtete der ASB Leipzig in Kooperation mit dem ASB Bundesverband am 9. Mai 2019 das zweite Leipziger Pflegesymposium aus. Das Thema in diesem Jahr: „Pflege digital – genial?!“ Im Bildungszentrum des Objektes „Am Sonnenpark“ in Leipzig-Probstheida diskutierten Fachexperten aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Praxis über die Chancen und Grenzen der Digitalisierung in der Pflege. Im Rah-men der Fachveranstaltung wurde der Pflegeroboter „Pepper“ vorgestellt.

Das Thema digitale Transformation ist in der Pflegebranche brandaktuell. Vor dem Hintergrund der Herausforderungen in diesem Bereich, allen voran die steigende Zahl pflegebedürftiger Menschen und der wachsende Fachkräftemangel, diskutierten die Teilnehmenden über die Chancen für die Pflege, z.B. durch technische Unterstützung in der Dokumentation, Telecare, technische Assistenzsysteme bis zur Robotik. Pflegekräfte nutzen bei ihrer Arbeit seit längerem technische Hilfsmittel, doch neue Technologien haben das Potential, die Arbeits- und Betreu-ungsszenarien tiefgreifend zu verändern. Von Sturzdetektoren und smarten Matratzen über Sen-sorsysteme bis hin zu Pflegerobotern ergibt sich ein weites Anwendungsfeld, das aber immer auch in einem ethischen Kontext gesetzt werden muss.

Dr. Karsten Schwarz, Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Projekt FORMAT an der Universität Halle-Wittenberg, präsentierte im Rahmen der Veranstaltung den Assistenzroboter „Pepper“, der Pflegekräfte in der Arbeit entlasten, aber nicht ersetzen soll. Peppers Aufgabe ist in erster Linie die Interaktion mit Menschen in Gesprächen, mit Tanz oder beim gemeinsamen Singen. Ziel des Projekts ist es, zu diskutieren, wo einerseits Grenzen der aktuellen Technik sind und wo man sie andererseits trotz allem heute schon sinnvoll einsetzen kann.

Auch Marion Zimmermann, Geschäftsführerin des ASB Leipzig, sieht Grenzen: „Der ethische Anspruch darf nicht auf der Strecke bleiben. Wir sind für Menschen da und wollen eine mensch-liche, empathische Betreuung der uns Anvertrauten gewährleisten. Hier gilt es genau abzuwä-gen, wo die Grenzen des Technikeinsatzes sind. Ein Roboter wird nie eine Pflegefachkraft er-setzen können. Die menschliche Komponente wird immer bleiben und muss auch bleiben.“ In einigen Arbeitsbereichen sei der Einsatz von Technik aber durchaus sinnvoll: „Beispiele wie elektronische Pflegedokumentation, Abrechnung und die mobile Zeiterfassung sind bei uns längst selbstverständlich. Darüber hinaus prüfen wir, wie uns der Einsatz von Technik noch wei-ter in unseren Prozessen helfen kann. Ziel ist es, möglichst wenig Zeit für Bürokratie aufzuwen-den, um möglichst viel Zeit für unsere Kunden zu haben. Das erwarten auch unsere Mitarbeiten-den. Und als attraktiver Arbeitgeber ist es unser Anliegen, die Arbeitsbedingungen in der Pflege modern und zeitgemäß zu gestalten, um junge Menschen für den Beruf zu begeistern.“

In weiteren Vorträgen wurde über die Rahmenbedingungen für Digitalisierung in der Pflege dis-kutiert, Risiken erörtert und darüber gesprochen, welche Grundlagen für eine erfolgreiche Um-setzung weiterer Schritte in der Praxis gegeben sein müssen.

Das Leipziger Pflegesymposium bietet jedes Jahr anlässlich des „Internationalen Tages der Pfle-ge“ einer interessierten Fachöffentlichkeit Möglichkeiten zum Austausch zu drängenden Fragen in diesem Arbeitsfeld. Der ASB Regionalverband Leipzig veranstaltete die Fachkonferenz erst-malig 2018. Der „Internationale Tag der Pflege“ erinnert jährlich am 12. Mai an den Geburtstag von Florence Nightingale, die als Pionierin der modernen Krankenpflege gilt.

Zurück

Wir helfen hier und jetzt.

Der ASB ist als Wohlfahrtsverband und Hilfsorganisation politisch und konfessionell ungebunden. Wir helfen allen Menschen – unabhängig von ihrer politischen, ethnischen, nationalen und religiösen Zugehörigkeit. Mehr als eine Million Menschen bundesweit unterstützen den gemeinnützigen Verein durch ihre Mitgliedschaft. Parallel zu seinen Aufgaben im Rettungsdienst – von der Notfallrettung bis zum Katastrophenschutz – engagiert sich der ASB in der Altenhilfe, der Kinder- und Jugendhilfe, den Hilfen für Menschen mit Behinderung, der Auslandshilfe sowie der Aus- und Weiterbildung Erwachsener. Wir helfen schnell und ohne Umwege allen, die unsere Unterstützung benötigen.

Der Wünschewagen. Letzte Wünsche wagen

2. Leipziger Pflegesymposium:
PFLEGE digital – Genial?! 9. Mai 2019
LEIPZIG SCHOCKT

ASB-Objekt „Am Sonnenpark“ Leipzig Website ASB-Objekt „Am Sonnenpark“