25 Jahre Arbeiter-Samariter-Bund Regionalverband Leipzig e. V. (seit Wiedergründung)
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Geschichte ASB Leipzig

25 Jahre Arbeiter-Samariter-Bund in der Leipziger Region

Geschichte des ASB in Deutschland

Erste Geschäftsstelle, Breite Straße Erste Fahrzeugflotte Spatenstich für das Seniorenheim in Kitzscher Seniorenheim „Am Park“ in Böhlen (2006) Fahrzeug der Sozialstation Leipzig (2011) Neuer Spielplatz in der Kita „Eilenburger Heinzelmännchen“ (2014)

Wiedergründung und Entwicklung bis heute

Schon bald nach der politischen Wende in der DDR wurde der Arbeiter-Samariter-Bund in Leipzig wieder gegründet, als parteiunabhängige Organisation, deren Handeln von der Maxime „Helfen ist unsere Aufgabe“ bestimmt wurde (Motto heute: „Wir helfen hier und jetzt.“).

Am 28. März 1990 fand auf Initiative des Arztes Dr. Michael Burgkhardt in der damaligen Poliklinik Ost in der Theodor-Neubauer-Straße die Gründungsveranstaltung statt. Anwesend waren auch der ASB-Bundesvorsitzende, Martin Ehmer, und der Bundesgeschäftsführer, Wilhelm Müller.

Am 19. Juni 1990 wurde der ASB Ortsverband Leipzig e. V. in das Vereinsregister eingetragen, am 1. Oktober nahm die Geschäftsstelle unter der Leitung von Marion Zimmermann, die auch noch heute die Geschäftsführerin ist, ihre Arbeit auf. Eine rasante Entwicklung folgte: Eine Sozialstation wurde eröffnet, die Erste-Hilfe-Ausbildung begonnen. Im Jahr 1991 kamen die ersten Fahrzeuge aus Köln – und der ASB Leipzig hatte bereits 3.000 Mitglieder. Noch im gleichen Jahr fusionierte der Leipziger mit dem Eilenburger Ortsverband, zwei Jahre später kam der Bornaer dazu. So entstand der ASB Kreisverband Leipzig e. V.

Hier einige Schlaglichter zur Entwicklung des Arbeiter-Samariter-Bundes in der Leipziger Region:

  • Rettungsdienst und Katastrophenschutz seit 1990, heute Lehrrettungswache in Leipzig sowie Katastrophenschutzeinheiten in Leipzig und Taucha (Nordsachsen)
  • Sozialstationen seit 1990 – engagierte Teams sind in Leipzig, Böhlen und Eilenburg für die häusliche Pflege und Krankenpflege unterwegs
  • Erste-Hilfe-Ausbildung seit 1990/91 – heute lassen namhafte Firmen in Leipzig und Umgebung ihre Mitarbeiter beim ASB ausbilden
  • Medizinische Absicherung von Veranstaltungen seit 1990/91 – heute bedeutende Vertragspartner wie Leipziger Messe seit 1996, Die Sportmacher (Organisatoren des Firmenlaufs)
  • Kindergarten „Eilenburger Heinzelmännchen“ seit 1991
  • Kassenärztlicher Hausbesuchsdienst seit 1992 in Zusammenarbeit mit der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen (KVS)
  • erste Pflegeheimübernahme in Leipzig 1994 – Seniorenheim „Am Silbersee“, späterer Ersatzneubau (Haus „Am Silbersee“) wurde 1999 eröffnet
  • weitere Pflegeheimneubauten: Seniorenheim „Am Schwarzholz“ in Kitzscher (Eröffnung 2000) und Seniorenheim „Am Park“ in Böhlen (Eröffnung 2004)
  • Begegnungsstätte für Behinderte und Nichtbehinderte „Kregeline“ seit 1999, damals in den Räumen des Altenpflegeheimes „Martin-Andersen-Nexö“ in der Kregelstraße; seit 2014 Seniorenbüro Südost mit Begegnungsstätte „Kregeline“ (ab 2015 im ASB-Objekt „Am Sonnenpark“)
  • Innerklinischer Patiententransport für das Universitätsklinikum Leipzig AöR seit 2007
  • 2012 Eröffnung des ASB-Objektes „Am Sonnenpark“ in Leipzig-Probstheida mit Seniorenwohnen, Sozialstation, Tagespflege, Seniorenheim (vollstationäre Pflege/Hausgemeinschaften), Cafe & Bistro, Wellnessbereich, Bildungszentrum und seit 2015 auch Seniorenbüro Südost mit Begegnungsstätte „Kregeline“

Der Arbeiter-Samariter-Bund Regionalverband Leipzig sucht stets nach neuen Herausforderungen und wird auch zukünftig sein Leistungsspektrum solide erweitern. Aus den ursprünglichen sieben Samaritern, die den Verband 1990 gründeten, hat sich inzwischen ein Verband mit rund 11.000 Mitgliedern und 600 Mitarbeiterinnen und entwickelt.

Der Arbeiter-Samariter-Bund Regionalverband Leipzig e. V. ist heute ein starker, flexibler und innovativer Leistungspartner auf dem Gebiet der Wohlfahrtspflege und des Rettungsdienstes/Katastrophenschutzes. Die Erbringung der Dienstleistungen in hoher Qualität, Flexibilität und Zuverlässigkeit zeichnen den Arbeiter-Samariter-Bund in der Leipziger Region aus. Wir helfen hier und jetzt.

Geschichte des ASB in Deutschland

Anfänge

Die Tradition des Arbeiter-Samariter-Bundes reicht weit bis in das 19. Jahrhundert zurück. Die rasche Industrialisierung mit ihren langen Arbeitszeiten und dem unzureichenden Arbeitsschutz führte häufig zu schweren Unfällen. Aufgrund der mangelnden Kenntnisse in Erster Hilfe und der schlechten Unfallversorgung am Arbeitsplatz konnten die Arbeiter nicht hinreichend behandelt werden.

In dieser Situation fanden sich engagierte Arbeiter, die die Notwendigkeit von Erste-Hilfe-Ausbildungen erkannten und in der Selbsthilfe eine Möglichkeit sahen, die medizinische Betreuung nach Unfällen zu verbessern. Im Jahr 1888 wurde der erste Erste-Hilfe-Kurs von Arbeitern für Arbeiter in Berlin organisiert und damit der Grundstein für den Arbeiter-Samariter-Bund gelegt. Neben der Ausbildung zur richtigen Versorgung von Verletzten rückten auch die soziale Sorge sowie die Vorbeugung von Unfällen und Erkrankungen am Arbeitsplatz in das Blickfeld der Bemühungen der Samariter.

Übungen zur Beatmung
ASB-Fahrzeug aus den frühen Zeiten

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Geschichte des ASB von 1900 bis 1933

In Leipzig, dem Mekka des Buchdrucks, traten gehäuft Bleierkrankungen auf. Aus dem Jahresbericht des Stadtbezirksrates für 1900 geht hervor, dass unhygienische Verhältnisse in den Notenstechereien die Ursache für diese langwierigen, schleichenden Erkrankungen waren. Die Vorsorge blieb dennoch den Arbeitern selbst überlassen. Im Juli 1904 gelang es Dr. med. H. Borchardt, Teilnehmer für einen Erste-Hilfe-Kurs zu finden, dem aufgrund der hohen Nachfrage rasch weitere folgten.

Am 1. September 1904 wurde der "Sanitätsverein der Metallarbeiter-Krankenkasse" gegründet, der sich 1910 als Arbeiter-Samariter-Kolonne dem ASB anschloss. Die Aufgaben des Arbeiter-Samariter-Bundes wurden in den nächsten Jahren vielfältiger. Die Aufklärung zu Krankheiten und die Sexualkunde kamen hinzu, erste Krankenwagen wurden angeschafft, eigene Ärzte eingestellt und Lehrbücher für die Erste Hilfe gedruckt. Die Hilfeleistungen der Arbeiter-Samariter kamen jedem, ohne Ansehen der Person, der Konfession oder politischen Zugehörigkeit zugute. Dennoch war der Arbeiter-Samariter-Bund den Nationalsozialisten ein Dorn im Auge. In den dreißiger Jahren nahmen deutschlandweit die Überfälle auf Samariter-Kolonnen zu: Im Mai 1933 wurden die ASB-Einrichtungen besetzt und im August des selben Jahres das ASB-Vermögen beschlagnahmt. Zum 1. September 1933 hörte der ASB auf zu existieren.
ASB-Übung auf dem Fleischerplatz in Leipzig
Mitgliedskarte des Arbeiter-Samariter-Bundes Kolonne Leipzig

Geschichte des ASB nach 1945

Historisches Logo des Arbeiter-Samariter-Bundes

In den westlichen Landesteilen Deutschlands begannen sich 1945 die ersten Samariter-Kolonnen wieder zu finden und wiederzugründen. Aufgrund des hohen ehrenamtlichen Engagements entwickelte sich der ASB zu einer starken Organisation der Wohlfahrtspflege und des Rettungsdienstes.

Im Osten Deutschlands war eine Wiedergründung des ASB nicht möglich. Erst mit der politischen Wende, 57 Jahren nach dem Verbot durch die Nationalsozialisten, war die Wiedergründung des ASB Leipzig möglich.

Kontakt

Arbeiter-Samariter-Bund
Regionalverband Leipzig e.V.
Zwickauer Straße 131
04279 Leipzig
Telefon: 0341 64954-0
Telefax: 0341 64954-200
Website ASB-Objekt “Am Sonnenpark”